Verlustpunktfrei in die Winterpause

DJK Bad Säckingen – Damen 20:21 (8:12)

 

Am späten und vor allem ungewöhnlichen Freitagabend trat man die wohl weiteste Anreise an die Schweizer Grenze mit einem (zum Glück mal wieder) fast voll besetztem Kader.
Von Anfang an war klar, dass dieses Spiel kein Zuckerschlecken werden würde: rutschige Halle, harzfrei, die gegnerische Mannschaft auf dem direkt benachbarten zweiten Tabellenplatz. Doch man war gewillt, von Anfang an mit Feuer in die Partie zu gehen und alles zu geben, um als verlustpunktfreier Tabellenführer in die Winterpause zu gehen.

Den besseren Start erwischten klar die Gastgeber. Doch auch von dem anfänglichen Hintertreffen ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Doch im Folgenden stand die Abwehr immer stabiler, sodass sich jedes Mal aufs Neue Bälle erkämpft werden konnten, die man dann, zeitweise sehr flott nach vorne brachte, um sie sicher im Tor unterzubringen. So kam man nach einem anfänglichen 2:0 nach 15 Minuten auf ein 3:6.
Die Abwehr stand nun wie in den letzten Spielen bombenfest, sodass dich die Heimmannschaft jedes einzelne Tor hart erkämpfen musste. Im Angriff spielte man geduldig und mit Bedacht und nahm sich im richtigen Moment die richtigen Chancen.
Nach einer kleinen aber feinen Abwehrumstellung auf Seiten der Damen aus Bad Säckingen fünf Minuten vor Ende der ersten Hälfte, reagierte man zunächst etwas unbeholfen. Dennoch schafften es die Waldkirch/Denzlingerinnen trotz der ungewohnten Situation nicht den Kopf zu verlieren und gingen so mit einer Viertoreführung in die Kabinen.

Dort wurde von Trainer Fabian Strübin vor allem die Abwehr etwas kritisiert, die zwar nur acht Gegentore in dreißig Minuten zuließ, aber dennoch in so manchen Situationen kleine Ungereimtheiten aufwies. Auch wurde noch einmal darauf Bezug genommen, wie man jetzt genau die Angriffe ausspielen musste, und das man unbedingt weiterhin mit viel Tempo nach vorne gehen sollte.

Die Damen aus Bad Säckingen hatten aber noch lange nicht aufgegeben. Zwar konnten die Damen der SGWD immer wieder zu Torchancen kommen, diese wurden aber nicht mehr ganz so konsequent ausgenutzt wie in der ersten Hälfte, zudem scheiterte man oft an der neu eingewechselten Torhüterin. Dennoch ließ man nicht den Kopf hängen, wie dies vor ein bzw. zwei Jahren noch der Fall gewesen wäre. Die Gastmannschaft kämpfte immer weiter und weiter, auch bis zum Schluss. Trotzdem konnten die Damen aus Bad Säckingen in der 57. Minute zum ersten Mal seit Spielbeginn wieder ausgleichen.  Doch auch davon ließ man sich im Folgenden nicht aus dem Konzept bringen, sodass im Anschließenden Chrissi Nübling das 21:20 warf (was gleichzeitig auch der letzte Treffer der Partie war). Der folgende Angriff der Heimmannschaft konnte unterbunden werden, sodass der letzte Wurf der Rückraum Rechten im Block landete und im Anschluss die Partie abgepfiffen wurde.

Alles in allem kann man unter diesen Bedingungen stolz auf sich sein, das Spiel nicht mehr aus der Hand gegeben zu haben und sich vor allem durch das zeitweise sehr unfair auftretende Publikum nicht aus der Ruhe gebracht zu haben.
So kann man sich nun den nächsten Monat über die Feiertage hinweg auf eine sehr volle Rückrunde einstellen, und im Training noch einmal richtig Gas geben, um dann hoffentlich weiterhin so erfolgreich die zweite Hälfte der Saison 2017/2018 zu spielen.

Es spielten:
K. Langenbach, S. Unmüßig; R. Klöckner, L. Kolbe 1, J. Chlebos 3/2, C. Nübling 4, K. Lichtle, A. Goeppel, C. Goeppel, L. Schreck 1, M. Weismann 1, J. Strübin 9/3, S. Bitzenhofer 2/2

Bericht: S. Unmüßig

 

Fotos dazu in unserer Galerie: https://info.sgwd.de/fotos-d1-in-bad-saeckingen/